Obwohl Gallows bereits eine kleine deutsche Clubtour im September angekündigt haben, kamen sie noch für einen exklusiven Abend extra nach Köln. Mit neuem Sänger und neuen Songs im Gepäck spielten die ihre erste Headline-Show auf Kölner Boden und holten sich noch Kmpfsprt (gesprochen Kampfsport) und Kosslowski mit ins Boot. Zwei deutschsprachige Bands als Support für eine britische Band? Klingt komisch, passt aber bestens zueinander!Kosslowski lieferten eine sehr solide Show ab. Jedes Bandmitglied hat ein eigenes Mikro und darf auch mal schreien. Die Bochumer haben vor kurzem ihre erste Platte “Lynch die Welt” herausgebracht. Komplexe Riffs und ein Schlagzeuger den man sonst als Sänger von Thoughts Paint The Sky kannte. Auch wenn die Band relativ neu in der Musikszene ist, sind die einzelnen Mitglieder schon sehr bühnenerfahren und lieferten eine profesionelle Show ab. Eine gerissene Bass-Saite hat den Auftritt zwar kurz unterbrochen aber keinesfalls kaputt gemacht. Fans von Thoughts Paint The Sky oder Longing for Tomorrow sollten sich die Kosslowski definitiv mal ansehen.
Wo wir schon bei professionell sind… Wer Kmpfsprt sieht, wird kaum glauben dass sie erst eine einzige Headline-Show gespielt haben. Sie haben gerade einmal knapp über 10 Konzerte gespielt und waren schon Support für Bands wie die Donots, Gorilla Biscuits und spielten am vergangenen Wochenende beim Melt-Festival. Na gut, ganz neu im Geschäft sind die vier Jungs auch nicht. Man kennt ihre Gesichter aus Bands wie Fire In The Attic, Days In Grief oder Go as in Gorgeous. Punkige Riffs und ein ordentlicher Sound wurden von einer starken Performance verstärkt. Freunde von Frau Potz, Escapado oder Turbostaat kamen hier auf ihre Kosten. Sie spielten sowohl Songs ihrer aktuellen EP “Das ist doch kein Name für eine Band” als auch neue Songs, die noch nicht veröffentlich wurden. Die düsteren Großstadtsongs waren die perfekte Einstimmung auf den Hauptact.
Ein ordentliches Set mit vielen Klassikern, als auch mit Liedern der kürzlich erschienenen “Death is Birth” EP. Die Band zeigte sich sehr sympathisch und machte deutlich dass es ein sehr besonderer Abend für sie sei. Auch wenn ich diesem “Rockstar-Gerede” sonst nicht traue, glaube ich es diesmal, da es ja ein Konzert außerhalb einer Tour war. So ließen sich die Bandmitglieder sowohl vor (sowie während) als auch nach dem Konzert im Publikum blicken und waren für Fangespräche parat. Im September spielen sie die selbe Location nochmal. Diesmal mit Feed the Rhino, Brotherhood of the lake und vermutlich auch einigen frischen Songs.
