Arabell: Die Zeiten ändern sich – heutzutage muss man nicht mehr aus den Metropolen Berlin, Hamburg oder Münster kommen, um als Musiker an Bekanntheit zu gewinnen. Dank des Internets verbreiten sich Musikempfehlungen in Windeseile und diesen Umstand will ich gerne nutzen um einen weiteren Musiker aus meiner Heimat Unterfranken vorzustellen. Wie Senore Matze Rossi (aus Schweinfurt) macht sich Spaceman Spiff (alias Hannes Wittmer aus Würzburg) als Singer-/Songwriter einen Namen.
Letzten Freitag kam Hannes neues Album raus, das den Namen „… und im Fenster immer noch Wetter“ trägt und dazu einlädt, einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Es ist typische Hamburger Schule und die perfekte Musik zu den ersten Sonnenstrahlen, die sich in den letzten Tagen immer häufiger haben blicken lassen. Musik, um sich zurück zu lehnen, die Augen zu schließen und abzuschalten. Musik, um anzukommen und den Moment zu genießen.
„Mein Schlafanzug ist kugelsicher – wenn ich träume, bin ich unverwundbar. Bitte gib mir noch Zeit. Und reiß mir nicht die Augen auf. Hier im Treibsandkasten der Jugend ist fast nur noch Stein. Meine Hände zu groß für die Förmchen und die Burgen so klein. Meine Augenlider sind schwer, aber der Sandmann kommt nicht mehr, weil ich nicht an ihn glaube. Wer glaubt hier auch schon an mich?“
so lauten die ersten Zeilen des Stücks „Treibsand“ – meinem Favorit auf dem Album, das ich nur jedem ans Herz legen kann, der ein Faible für die Hamburger Schule und Singer/Songwriter an den Tag legt. Spaceman Spiff zählt für mich jetzt schon zu den Künstlern des Jahres 2011 und ich kann es kaum erwarten den Wahl-Hamburger im Juni in seiner Heimatstadt Würzburg auf der Bühne stehen zu sehen.
Wertung: 4/5!
Arabell
“Dank dem Internet”…der Dativ ist dem Genitiv sein Tod
Was wie wo? Steht doch nirgendswo
Aber danke. Ich hab das entsprechende Buch auch noch hier liegen.. sollte ich vielleicht mal lesen, was?